Buchbeschreibung

Rassismus

Die Schwierigkeit, nicht rassistisch zu sein Texte kritische psychologie 07

Kalpaka, Annita (HgIn)
Räthzel, Nora (HgIn)
Weber, Klaus (HgIn)

Wissenschaft/Gender 

Klasische kritisch-psychologische Texte zum Thema Anti/Rassismus, neu zusammengestellt unter der Leitfrage:
Wie funktioniert Rassismus im Alltag und welche Bedeutung hat er für Individuen in restrektiven Verhältnissen.
"Die Schwierigkeit, nicht rassistisch zu sein" wurde zuerst 1986 veröffentlicht. Dieser und andere Texte aus den neunziger Jahren werden hier wieder zugänglich gemacht. Sie legen Zeugnis ab vom Stand der damaligen Diskussionen, die teilweise frappierende Ähnlichkeit mit heutigen Debatten haben: Vieles ist also nicht neu, aber neu in Erinnerung zu rufen.
Neu sind die Gleichzeitigkeit einer "Willkommenskultur" und pogromartiger Anschläge gegen Geflüchtete sowie die Etablierung einer offen rassistischen Rechtspartei mit zweistelligen Wahlergebnissen in Landesparlamenten und wohl bald auch im Bundestag. Staatliches Handeln changiert zwischen Grenzschließung, rassistischer Ausgrenzung und Integrationsdiskursen und trifft dabei auf breiteren zivilgesellschaftlichen Widerstand. Nicht zuletzt sind es geflüchtete Menschen selbst, die sich in vielfältigen Bewegungen und Kämpfen als politische Subjekte artikulieren und Rechte einklagen.
Heute wie damals stellt sich aus subjektwissenschaftlicher Sicht die Frage nach der Funktionalität von Rassismus für die Handlungsfähigkeit der Subjekte in restriktiven gesellschaftlichen Verhältnissen.
Kalpaka/Räthzel, Holzkamp und Osterkamp behandeln u.a. das Verhältnis von Alltags- und institutio nellem Rassismus, die Verstrickung in rassistische Verhältnisse, Funktion und Auswirkungen des Integrationsimperativs und die Grenzen einer auf Erziehung und Aufklärung reduzierten antirassistischen Strategie. Daran schließt sich Philip Cohens Untersuchung der vielschichtigen Strukturen von Rassismus und Antisemitismus im Alltag des Vereinigten Königreichs an, die er mit einer Analyse der Fallen des Antirassismus verknüpft.

Argument
13,00€ .